Neues Jahr, neues Glück!

Am Anfang eines neuen Jahres hat man immer ganz viele Ideen, dieses neue frische unbeschriebenen Stück Jahr sinnvoll zu beschreiben. Es gibt Jahre da möchte man nicht viel ändern, an anderen würde man am liebsten mit dem Bulldozer erst mal alle Altlasten ummähen.

Mein Jahr 2018 steht im Zeichen der Fokussierung. Da gibt es so ein paar Dinge, die in letzter Zeit ein wenig aus den Augen verloren wurden. Sie mussten Aktivitäten Platz machen, die mir im letzten Jahr noch sehr wichtig waren. Aktivität die nun aber langsam an Wichtigkeit verlieren bzw. solche welche, die sich im Nachhinein, mit etwas Abstand betrachtet als weniger sinnvoll gezeigt haben mögen. In meinem Leben habe ich es gerne sauber, daher räume ich gelegentlich auf. Und wann, wenn nicht zum Start eines neuen Jahres damit anfangen?

Gut mit den Vorarbeiten hierzu habe ich tatsächlich schon im November begonnen. Da war nämlich der Zeitpunkt gekommen, an dem mal alles auf den Tisch gelegt wurde, um über Sinn und Unsinn nachzudenken. Dabei haben sich doch so manch Zeitfresser gefunden, welche mir am Ende keinen Mehrwert bringen. Nicht nur im geschäftlichen Sinne, auch dem Geist waren sie nicht dienlich. Wenn man in seinem Leben solche Punkte findet, muss man mutig sein und lernen loszulassen, Ballast abwerfen. Man räumt dann den Dingen, die das Herz füllen mehr Zeit ein. Am Ende sind es genau diese Dinge, die einen auch erfolgreich sein lassen.

Gerade bei einem sehr wichtigen Dingen fällt einen dieser Schritt oft gar nicht leicht, man quält sich lange mit dem Gedanken herum und glaubt diesen Schritt zu gehen wäre das Schwierigste bisher im Leben. Ich neige an solchen Stellen gerne zur Theatralik, natürlich ist es so, im nachhinein betrachtet gar nicht. Im Gegenteil, der Tag an dem man im Herzen längst getroffenen Entscheidungen dann tatsächlich umsetzt ist oft gar nicht so wehmütig wie vermutet. Mir für meinen Teil, war es eine wirkliche Erleichterung. Ein Haken hinter einem Punkt einer do to Liste, die längst hätte abgearbeitet hätte sein sollen. Die weiteren Punkte dieser Liste machen sich dann ganz von alleine.

Man könnte meinen, nach so einer Entscheidung käme da ein großes Loch, in das man sich erst mal verkriechen möchte und leiden. Vielleicht ist das auch so, wenn die Entscheidung die man traf übereilt war, man nicht lange genug schwanger mit ihr herum lief. Wenn aber die Entscheidung längst überflüssig war, dann durchflutet dich die Umsetzung mit ganz viel Energie. Energie für den neuen Weg, oder wie in meinem Fall, der Weg zurück zu den Wurzeln.

Die erstaunliche Erkenntnis, dass man im Leben bereits einmal an einem Punkt war, der nicht besser hätte sein können, hat man ganz oft erst, wenn man weiter gegangen ist und einen falschen Weg eingeschlagen hat. Vor einigen Jahren war ich mit diesem Punkt aber nicht zufrieden, da dieser Punkt gar nie geplant war, er kam ganz zufällig, auf dem Weg zum eigentlichen Ziel. Natürlich dachte ich damals ich müsste dennoch dem eigentlichen Ziel nachgehen. Das hab ich getan, mein Ziel auch erreicht und dabei diese Zwischenstation vernachlässigt. Am Ziel aber musste ich feststellen, es ist nicht so schön wie erhofft. Da gab es einfach diese eine Bank am Weg zum Ziel, an die ich immer denken musste. Dort konnte man frei atmen und das Umsich genießen, die Gedanken fliegen lassen und der Kreativität Raum machen. Mir wurde erst später klar, wie sehr ich genau das als Mensch brauche. Das ist der Punkt, an dem man einfach umdrehen muss und zu dieser Bank zurück gehen sollte.

Nun möchte ich auch die genauen Änderungen hier gar nicht eingehen, naja vielleicht jetzt noch nicht. Die meisten betreffen den Blog überhaupt nicht und irgendwie tun sie es doch. Dieser Blog wird von den Veränderungen sicherlich profitieren, denn es bloggt sich viel einfacher mit aufgeräumtem Herzen.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr euch fürs neue Jahr vorgenommen längst fällige Entscheidungen zu treffen oder war eurer Jahr 2017 so schön, dass ihr es nochmal genau so machen wollt?

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