Wir Kinder vom Dorf…

Eingetragen bei: Blog, Zuhause in Oberberg | 13

Stadtmensch oder Landei? Bei dieser Frage muss ich nicht lange überlegen, denn ich bin von Geburt an ein Dorfkind, liebe das Landleben und möchte diesen Zustand daher auf keinen Fall ändern. Es zieht mich wirklich nicht in die Stadt. Gerade jetzt wo die Kinder noch klein sind, ist die Vorstellung mit ihnen in der Stadt zu leben unmöglich.

Die Pfütze im Augenschein! B/W

Und wir sprechen hier nicht von Großstädten, nein bei mir fängt es schon bei ganz kleinen Städten an. Mit 3 Jungs in der Stadt einkaufen zu gehen stresst mich. Überall Autos, Leute die einen weiter drängen, ständig guckt man, ob man noch alle seine Schäfchen beisammen hat. Einfach mal abschalten und laufen lassen scheint unmöglich zu sein. Gut, vielleicht bin ich eine Glucke, dies möchte ich an dieser Stelle weder ausschließen noch bestreiten. Meine Jungs sehe ich gerne in Sicherheit. Nicht das ich ihnen zu wenig zutraue, vielmehr trau ich dem Rest, der noch in gefährlichen Situationen involviert ist, nicht soviel zu. Das fängt bei unachtsamen Autofahrern an, welche sich einfach nicht an die Regeln halten können. Alleine der Gedanke daran stresst mich und plötzlich ist der Burnout bei Müttern für mich gar kein Wunder mehr.

IMG_0301_Fotor

Hier am Land läuft alles etwas ruhiger. Man hat genug Möglichkeiten die Kinder einfach laufen zu lassen. Vollkommen frei, ohne größere Gefahr. Wenn wir im Wald unterwegs sind kann ich mich als Mama auf einen Baumstamm setzten und einfach NICHTS tun oder (das süße nichts Tun wird in der heutigen Zeit leider zu oft verkannt). Die kleinen Klonkrieger sind derweil damit beschäftigt die Bäume mit ihren Stöcken zu besiegen. Strategisch plaziert hat man den Überblick über die ganze Szene und kann auch die Kleinen große Runden laufen lassen. Das sind die Momente in denen man seinen Kopf auch einfach mal frei pusten kann oder man widmet sich seinem Hobby. In Ruhe fotografieren zum Beispiel.

IMG_0295_Fotor

In letzter Zeit habe ich gerade dieses Hobby ein wenig vernächläßigt, was mich immer ein wenig gestört hat. Nicht dass ich in den letzten Jahren keine Fotos gemacht hätte. Allein durch die Näherei und die Präsentation im Internet macht man doch ständig Bilder. Bilder auf denen die Kiddies hübsch zu Recht gemacht wurden, sauber, mit neuen Klamotten und hübsch lächelnd und in Pose geworfen. Vollkommen unnatürlich fürs Landleben eigentlich.

IMG_0308_Fotor

Die Realität sieht irgendwie anders aus. Wenn wir in den Wald gehen, dann mit dem Wissen, dass wir schmutzig und evt. mit Löchern in der Hose wieder kommen und ich rede hier nicht nur von den Kindern. Jede Nähmutti weiß, dazu opfert man auf keinem Fall den neuen mit viel Hingabe genähten Hoodie.  Hier am Land stört sich aber auch niemand dran, wenn man mal wieder gammelig durch die Gegend läuft. Durchaus darf man so auch mal eben im Lebensmittelgeschäft erscheinen, selten ist man dort allein so gekleidet. Am Ende des Tages erkennt man an der Farbe des T-Shirts und der Knie wie gut der Tag war.

IMG_0318_Fotor

Diese Realität ist es, von der ich euch gerne in Zukunft auch gerne mehr zeigen möchte, neben dem hübsch zurecht gemachten Nähfotos. Ganz nebenbei möchte ich euch dabei ein wenig mein zu Hause vorstellen und euch zeigen was wir Landeier so machen, um den Tag zu füllen. Und um ein wenig von der wundervollen Welt der Nähfotografie (man sollte hier wirklich über eine neue Spate nachdenken) runter zu kommen und einen Cut zu setzen, konfrontiere ich euch heute mit ganz harten B/W Aufnahmen (dafür schlägt mein Herz und ich mag mich darin üben).

IMG_0283_Fotor

Also, wie sieht es bei euch aus Stadtmensch oder Landei?

IMG_0287_Fotor

||||| 0 Gefällt mir! |||||