Ab in den Wald..

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Was gibt es schöneres als an heißen Tagen in den Wald zu gehen? Nein, lasst es mich anders ausdrücken. Gibt es überhaupt etwas schöneres als den Wald?

Der Wald, Kurzurlaub für die Seele!

Für mich nicht! Hier verbindet sich alles was mir Freude macht an einem einzigen Fleck. Viel grün, interessante Pflanze, Ruhe, gute Luft und mein überaus ausgeprägter Sammel und Jagdtrieb kommt hier voll auf seine Kosten.

Ja, ich bin ein Sammler! Das war ich schon immer, schon als Kind. Mich im Wald herumtreiben und nach Eßbarem oder Dekorativem zu suchen war wohl das größte was meine Eltern mit mir machen konnten. Von Steinen, Zapfen, Eicheln bis hin zu Beeren und Pilzen war ich für alles offen. Und wenn man einen solchen Trieb erstmal in sich hat, wird man ihn auch nicht so schnell wieder los.

So zieht es mich gerade um diese Jahreszeit, wenn es kurz zuvor noch geregnet hat und die Gewitterluft noch nachhängt in den Wald. Erst am Sonntag sprang ich von der Couch hoch und verkündete: Ich geh in den Wald! (Das sind die Momente wo mich mein Mann selbst nach 14 Jahren noch seltsam anguckt und wohl nicht ganz versteht WAS er hier geheiratet hat).

Mit kommen darf, wer fußfit ist!

Hier bin ich auch nicht wählerisch, mitkommen darf wer möchte und fussfit ist, im Notfall geh ich aber auch alleine. Bewaffnet mit Handy (nein ich, ich sammle keine Pokemon… App für Pilze und Beeren), Messer, Korb und Kamera. Am Sonntag also gut bewaffnet, mutterseelen allein in den Wald spaziert. Es gibt da so gewisse Plätze, an denen man um diese Zeit bereits die ersten Pfifferlinge finden kann.

 

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Dieses Wochenende allerdings waren es die Heidelbeeren, welche Hochsaison hatten. Und man mag über diesen Sommer ja sagen was man möchte, die Heidelbeeren lieben ihn. Wohin man auch sieht, alle Sträucher sind voll. Und ein kleines Schälchen für meinen Joghurt musste einfach mitkommen. Wer Heidelbeeren pflückt darf im übrigen nicht eitel sein, die Dinger färben wie blöd.

 

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Ein einsamer Perlpilz der seine beste Zeit hinter sich zu haben scheint war auch anzutreffen. Ein sicheres Zeichen dafür, dass es nun langsam los geht mit der Pilzsaison.

 

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Auch die Mohrenkopfmilchlinge (darf man die heute noch so nennen? Lactarius lignyotus) waren in großen Gruppen anzutreffen. Auch hiervon gab es nur ein Foto, denn mein Korb war bereits voll mit Pfifferlingen von meiner besagten Lieblingsfundstelle.

 

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Mein oberstes Gebot beim Sammeln lautet im übrigen, nimm nur mit, was du direkt essen kannst. Manchmal fällt es schwer ein paar Schönheiten stehen zu lassen, aber ich bin kein Freund von eingefrorenen Pilzen und der Mensch lebt nicht nur vom Pilz allein. Gut der Steinpilz bildet hier wohl die Ausnahme, dieser macht sich getrocknet doch sehr gut. Allerdings ist er in meiner Region nicht ganz so oft vertreten.

Mit solch einem Hobby läßt es sich auch den eher regnerischen Sommer gut überstehen. Denn eigentlich wünsche ich mir in Anbetracht dieser Leckereien das ein oder andere nächtliche Gewitter herbei, damit sie wieder von vorne beginnen kann, die Jagd nach den lecker Waldschätzen.

 

 

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