Happy Gardening oder wie mich immer im Februar das Gartenfieber packt

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Es ist wirklich so, ich bin im Gartenfieber. Es ist ein nervöses kribbeln in mir, welches mich förmlich dazu nötigt meine Hände in Erde zu stecken um darin irgend etwas zu verbuddeln. Jedes Jahr um diese Zeit überkommt es mich, meist schon Ende Januar. Dieses Jahr konnte ich mich also schon besonders lange zusammen reißen. Naja, nicht ganz.

Vorbereitung ist bekanntlich alles, auch im Garten!

Dieses Jahr konnte ich mich mit dem Umgestalten des Gemüsebeets ein wenig ablenken. Letztes Jahr hatte ich im Garten mehr Schnecken als Grünzeug und war doch etwas frustriert darüber. Es musste also ein Schneckenzaun her! Die milden Tage habe ich also dazu genutzt den Selbigen aufzubauen und das Gemüsbeet fertig zu machen. Dabei gab es auch noch die ein oder andere Umbauarbeit im Staudenbeet und die Wege wurden nochmal mit Rindenmulch schön aufgefüllt (Frau mag es ja auch hübsch sauber unter den Schuhen).

Das alles hat mich für einige wenige Tage auch befriedigt, aber lang hielt es einfach nicht an. Für gewöhnlich mache ich dann den Fehler und verfrachte die Tomaten viel zu früh in die Erde, was sie mir mit für die Wohnung zu große Pflanzen strafen und der Tatsache, dass sie wegen enormen Lichtmangel einfach zu lang und dünn werden und sich im Sommer die Braunfäule dahin rafft. Hier habe ich mich also dieses Jahr fein zurück gehalten und die Tomatensamen schlummern noch brav im Tütchen und warten auf März. Statt dessen habe ich ein paar Chillis versenkt, besser als nichts und evtl. wer weiß es schon, haben wir für gute Schärfe diesen Sommer genug Sonne. Hübsch sind sie allemal.

Einfach nix für Kinder

Natürlich hab ich mit meinem gehopse um und im Garten die Kinder längst angesteckt. Die beiden Kleinen finde das alles immer sehr interessant was Muddi da so treibt. Kein Wunder also, dass sie mir bereits beim Beete sauber machen fleißig zur Hand gingen. Diese Moment wenn sich darum gestritten wird, wer nun die eine oder andere Arbeit übernehmen darf und ob der Bruder nicht evtl. schon mehr machen durfte, diese Momente muss man als Mutter auch einfach mal genießen, sie kommen nicht so häufig vor.

Auch wenn ich mich mit Samentüten und Anzuchtserde bewaffne, sind sie allgegenwärtig, diese kleinen neugierigen Kinderaugen. Kein Wunder,  im Haus mit Dreck rummatschen klingt für meine Söhne einfach generell gut. Natürlich möchte man als Mutter dieses Interesse irgendwie am Leben halten. Ich darf euch aber versprechen, mit eher langsam keimenden Chillis klappt dies nur bedingt. Es dauert einfach zu lange, ehe sich hier im Blumentopf das erste Grün zeigt.

Kresse für Ungeduldige

Um die Kinder (und auch die Muddi) ein wenig bei Laune und die Stimmung hoch zu halten, versenke wir um diese Jahreszeit gerne Samen die bekannt dafür sind, schnell zu treiben. Der Klassiker „Kresse auf Küchentuch“ darf hierbei nicht fehlen. Mein Jüngster und ich essen sie sogar sehr gerne und mal ehrlich, es macht einfach viel mehr Spaß sie auf der Fensterbank selber zu ziehen als sie bereits fertig zu kaufen. Meine Kresse wächst in Deckeln von Einmachgläsern.

 

 

Weil Kresse auf Dauer langweilig ist und ich Langeweile wirklich kaum ertragen kann (vielleicht sollte ich daran langsam mal arbeiten) machen sich nach und nach noch andere Pflanzen auf der Fensterbank breit. Als ich neulich beim Garten Fräulein am Blog also von Fensterbankerbsenpflanzen las war klar, das will ich auch! Natürlich wachsen hier im Haus keine Erbsen, hier geht es nur ums Grünzeug der Selbigen und evtl. auch um die Optik. Denn eines ist klar, wer schon mal Erbsen im Garten hatte weiß, das sind wirklich hübsche Pflanzen. Kaum ein Pflänzchen überzeugt mich mit einem so sanften und schönem Grün wie die Erbse. Wer also nun bis dato von den Hübschen Erbsen nur die Frucht als solches genascht hat, dem sei ans Herz gelegt auch mal die Blätter zu versuchen. Schmecken tun diese freilich nur, solange die Pflanzen jung sind (junges Gemüse vernascht sich einfach besser). Das schöne an Erbsen, sie gehen ähnlich schnell auf wie Kresse und befriedigen das ungeduldige Gärtnerherz im Februar.

 

Ich werde jetzt noch ein wenig meinen Erbsen beim Wachsen zusehen und mir überlegen was ich die Tage noch auf der Fensterbank wachsen lassen kann. Erzählt doch mal, schlummern in euch auch kleine Hobbygärtner und wächst da schon etwas bei euch zu Hause? Wenn ja, erzählt doch mal was?

Herzlichst eure Manuela

 

 

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