Stricken

Sommerzeit ist Strickzeit!

WAS? Ihr denkt nun sicher, die Alte wieder, die hat sie ja nicht alle. Und womöglich habt ihr auch noch recht. Aber Fakt ist, immer wieder im Sommer wird es hier „wolllüstig“. Ja, ich hänge dann an der Nadel (also an einer anderen als sonst so). Nennt mich verrückt, aber im Sommer stricke ich. Wintersocken in erster Linie (ja das ist einfach irre). Denn die kluge Frau sorgt vor. Und sind die kalten Tage erst gekommen und die Füßchen kalt gefroren, dann ist es zu SPÄT!

Ok, ich gestehe. Dies hat alles einen sehr praktischen Hintergrund. Den stricken kann man ganz wunderbar auf der Terrasse, im Bikini, neben dem Planschbecken der Kinder. Lesen wäre auch eine Möglichkeit! Aber ich weiß nicht, ob es euch auch so geht. Ich lese gerne Bücher mit INHALT und wenn ich einen Satz 3x lesen muss weg „Mama, guck mal!“, „Mama, ich hab Durst!“, „Mama, mein kleiner Bruder nervt wieder!“, „Mama, Mama, Mama….!“ WAAAAAAS! (oh da hab ich mich wohl was zu tief rein versetzt…)

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Also, nochmal! Lesen neben Kindern ist fast unmöglich, außer man liest Groschenromane (wobei ich auch das nicht zu 100% bestädigen kann, da mir sowas noch nie in die Finger kam. Buchtips hierzu gerne als Kommentar). Also, ich stricke! Und damit es nicht nur Socken sind, dachte ich mir, strick doch mal was Hübsches für die Ladenleine (das ist eine im Schaufenster hängende Wäscheleine, auf der ich so allerhand Hübsches zu zeigen und verkaufen habe. Nett sieht das aus!).

Und momentan hab ich mich für ein kleines Babyteilchen entschieden. Rückenteil ist fertig, Vorderteil begonnen. Die Wolle ist weich und kuschelig (Lana Grossa, ja das ist Wolle sag ich euch *schmacht* gekauft im Laden nebenan. Wer sich jetzt also fragt, was das für eine Ecke ist in Wiehl, kreativ sind wir da).

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Und, wie sieht es bei euch aus, womit vertreibt ihr euch im Sommer so die Zeit? (Das fertige Teilchen zeig ich euch demnächst, evt. auf der Ladenleine…)

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Jungs und Genähtes…

Hier im Männerhaushalt ist es gar nicht so einfach etwas Genähtes an den „Mann“ zu bringen. Vor allem nicht, wenn man als Muddi die ganzen tollen Motivstoffe so schön findet und die Jungs allmählich ins Alter kommen, wo ihnen das nun doch zu viel ist.

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Midimann ist mittlerweile so „cool“ dem muss ich mit keinem Muster außer Streifen kommen und Minimann zieht langsam, aber sehr bestimmt, nach. Es geht also kein Weg dran vorbei, ich muss mich nochmal mit meinem Plotter auseinander setzten.

So hab ich mich also die letzte Zeit wieder ein wenig durchgeplottet und mit unter hab ich die tollen Motive von „Welcome to Paradise“ von wunderfein gefunden. Als Grundlage das Shirt „Hans-Egon“ und schon war das Coole-Jungs-Herz wieder glücklich.

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Tatsächlich ist das Shirt schon seit ein paar Wochen in Betrieb (Plott hält 😛 ), allerdings lies es sich bis dato nicht sauber von meiner Kamera einfangen. Ihr kennt das vielleicht, saubere Kindershirt sind höchst seltene und kamerascheue Lebewesen. Wenn man als Muddi eine solche Seltenheit vor die Linse bekommen möchte, muss man sich schon sehr früh auf die Lauer legen und möglichst schnell am Abzug sein.  😉

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Da ich aber kein Freund von, dass darfst du noch nicht anziehen, dass müssen wir erst noch fotografieren, bin (man mag es nicht glauben, ich mach das Shirt wirklich fürs Kind und nicht für die Kamera) dauert es bei uns mit Bildern so manches Mal ein wenig länger. Und wenn ich ganz viel Pech habe, sind die Klamotten nicht mehr vorzeigbar, noch bevor ein Bild entsteht (weil bauchfrei, undefinierbare Flecken oder sich lösende Plottfolie 😈 ). Dann gibt es eben keine Fotos. So ist das eben mit Kindern!

Als hardcore Blogger würde mich das sicherlich belasten, aber so als Muddi… nööö!

Die Muddi hat sich heute morgen also ganz schnell die Kamera aus der Tasche geholt, als sie das überaus seltene, saubere T-Shirt im Garten sah und hat in Windeseile (ja wirklich, ich hatte ca. 5 min bis Abfahrt zum KiGa) eben schnell, bei schönstem morgendlichem Licht, das scheue Objekt eingefangen.

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Für euch nochmal kurz eine Zusammenfassung: 

Schnitt: Hans-Egon von M.Thiemig

Stoffe: Stoffmixbar

Plottdatei: wunderfein

COVER.kurzanleitung

Auf zu neuen E-Bookufern

Als ich mit meinem E-Books anfing, sollte es eigentlich von beginn an eine Art sich aufbauender Nähkurs werden. Also easy anfangen und immer weiter steigern. Es sollte ein Beginnerebook geben, was ja auch Sinn ergibt, und die darauf folgenden E-Books sollte darauf aufbauen.

Schnell war aber klar das geht so nicht, denn Anfänger neigen dazu nicht am Anfang anzufangen (das ist nicht verwerflich, wir alle wollen schnell ein Ziel erreichen)!

Also habe ich versucht ALLE E-Books so zu schreiben, dass ein Anfänger sie verstehen kann. Und ja ich spreche jetzt vom Anfänger, von dem der sich ohne Vorkenntnis an die Maschine setzt. Was ist ein Stoffbruch, wo ist der Fadenlauf, welche ist die rechte Stoffseite? Die E-Books wurden immer länger. Dazu sollten noch 25 Varianten mit rein (weil eigener Ehrgeiz), damit der Käufer jede Idee die er von den Probenähern gesehen hat auch direkt als Schritt-für-Schritt Anleitung vor der Nase hat.

Der Anfänger setzt sich also hin, natürlich ist die ausgefallenste Version die schönste (das ist immer so im Leben) und DIE will er nehmen. Nicht etwa den Basisschnitt, der viel einfacher wäre. Das Ende von Lied ist ein 2 MB großes E-Book mit ich weiß nicht wie vielen Seiten, welches wirklich jede Frage beantworten soll (das ist dann wieder mein Ehrgeiz, der das möchte). Eigentlich ein in sich geschlossener Nähkurs. Im Grunde ist das toll! Toll für Anfänger!

Aber wir sind nicht alle Anfänger und es gibt mittlerweile eine Menge Mädels die prima nähen können und nicht bei jedem Schnittmuster einen bebilderten Nähkurs mitgeliefert haben müssen, ihre Varianten ganz selber finden und folglich auch nicht soviel für einen simplen Grundschnitt bezahlen wollen. Auch das ist verständlich!

Natürlich sind diese E-Books ihre Geld wert, da steckt so viel Arbeit dahinter, das ist toll und ich denke die Mehrheit weiß diese Arbeit wohl zu schätzen. Ich bin aber der Meinung, es muss auch mal an die gedacht werden, die schon einen Schritt weiter sind. Es muss auch etwas geben, was nicht für den totalen Einsteiger ausgelegt ist, auch Grundschnitte.

Ein einfaches Schnittmuster, welches in der Passform gut erprobt ist und sitzt, mit einer kurzen Anleitung, falls man doch mal hängt. Eine Maßtabelle nach der man tatsächlich gehen kann und eine kurze Materialliste und das alles, aufgrund der fehlenden Schritt-für-Schritt Anleitung zu einem humanen Preis. Ein Schnitt bei dem die Hauptarbeit wirklich das Schnittmuster war und nicht das beiliegende Buch (ich schreib mal bewusst BUCH).

Es ist Zeit für M.Thiemig 2.0

Ich habe mich bewusst für einen ganz einfachen Basic Damenschnitt entschieden und diesen, wie bei meinen Damenschnitten gewohnt, in Kurz-, Normal und Langgröße gradiert. Wie immer war mir die Passform wichtig und vor allem die Maßtabelle. Die Maßtabelle ist das Herz eines Schnittmusters. Wenn sie nicht mit dem Schnitt übereinstimmt, ist es unmöglich die richtige Größe zu finden.

Der Schnitt fällt locker und luftig, am Schulterbereit hab ich ihn zart und feminin gehalten, damit das Shirt insgesamt nicht zu kastig wirkt. Wer es figurbeton möchte, steckt sich das Shirt einfach vorne in die Hose oder schneidet sich ein VoKuHiLa Shirt.

Los geht es mit dem Shirt Anfang Mai! Bis dahin habt ihr noch Zeit einen Namen für das E-Book vorzuschlagen. Wer mir die ultimative Idee bringt, bekommt zur Veröffentlichung das E-Book geschenkt.

Also, los gehts! Rein in die kreative Namenskiste!